Dienstag, 18. März 2014

Neuer YouTube Kanal "motorradpilgerin.de"

Ich habe unter "motorradpilgerin.de" einen neuen YouTube Kanal eingerichtet, um so die Möglichkeit zu schaffen, dass man ausschließlich die Motorrad/Motorradreise bezogenen Videos abonnieren kann. Weiterhin werde ich zunächst alle meine Videos in meinen Hauptkanal ("Ulrike Fell") hochladen. Dort kann man sie also weiterhin anschauen und wird, wenn man den Kanal abonniert hat, entsprechend informiert, wenn neue Videos hochgeladen werden. Wer aber ausschließlich Videos zu Motorrad- und Motorradreise-Themen sehen will, kann den neuen Kanal abonnieren und bekommt darüber dann auch nur Benachrichtigungen über Uploads von Videos zu diesen Themen. Hier der Link zum neuen Kanal:


Viel Spaß beim Anschauen!

Montag, 3. März 2014

Vesterålen - Wale vor Andenes & Bleik

Von den Lofoten ging es weiter nach Norden auf die Vesterålen. Das Wetter zog sich immer mehr zu und es wurde feucht-kalt. Doch schließlich erreichte ich - nicht zuletzt von der Kälte ziemlich erschöpft - Andenes ganz im Norden der Inseln. Und siehe da: die Sonne war dann auch wieder da. Ich baute mein Zelt ein paar Kilometer weiter südlich auf dem wunderschön gelegenen und freundlich geführten Campingplatz von Bleik, Midnattsol Camping, auf und genoss die nächsten beiden Tage bei bestem Wetter und bis zu 15° C am und auf dem Meer mit Fotografieren und Walbeobachtung. Hier oben die Wale zu beobachten war das Ziel meiner Tour gewesen und wurde zu einem wunderbaren Erlebnis.


Donnerstag, 20. Februar 2014

Lofoten

Weiter geht's durch Norwegen:

Auch wenn meine Zeit knapp bemessen war, habe ich mir doch nicht die Gelegenheit nehmen lassen, auf meinem Weg nach Andenes zur Walbeobachtung die Route über die Lofoten zu wählen. Ich war früher schon einmal - das ist über 20 Jahre her - auf den Lofoten gewesen und hatte sie wunderschön in Erinnerung, vor allem die intensiven Farben. Nun machte ich mich am Morgen zunächst auf nach Å ganz im Süden, bevor ich dann die Inseln über zahllose Brücken, durch Tunnel und über kleine und größere Straßen bis an ihr nördliches Ende durchfuhr. Am Nachmittag setzt ich auf die Vesterålen über und erreichte schließlich durchgekühlt Andenes und den Campingplatz in Bleik.






Dienstag, 28. Januar 2014

Horizons Unlimited Travellers Meeting - Deutschland 2014

Wie ich gesehen habe, findet das diesjährige Horizons Unlimited Travellers Meeting am Himmelfahrtswochenende (29.5. bis 1.6.2014) statt. Im letzten Jahr war ich dort und fand es sehr schön und interessant. Es treffen sich Reisende, vor allem Motorrad-Reisende, aus aller Welt, Leute, die eine Reise planen, aber auch solche, die es einfach schön finden, von Reisen zu hören. Sie tauschen sich aus, berichten von Reisen (zum Teil mit wunderschönen Bildern), geben Tipps weiter, zeigen, wie man mit Pannen umgeht und haben einfach Spaß miteinander. Unten ein paar Eindrücke vom letztjährigen Treffen.

Für diejenigen, die Horizons Unlimited nicht kennen: Grant und Susan Johnson, ein Paar aus Kanada, hat sich 1987 mit dem Motorrad auf Weltreise begeben, 11 Jahre, 39 Länder. 1997 haben sie dann Horizons Unlimited (HU) ins Leben gerufen, ein weltweites Netzwerk von (Motorrad-)Reisenden, in dem man sich austauscht, Tipps bekommt und gibt, Hilfe anbietet und findet. An verschiedensten Orten der Welt finden Treffen statt, die das unterstützen. Eine tolle Sache, wie ich finde, weshalb ich hier in meinem Blog auf der Seite auch einen permanenten Link zu HU geschaltet habe.

Danke an Grant und Susan für das, was sie mit HU ins Leben gerufen haben!







Montag, 20. Januar 2014

Motorradfahren macht glücklich


Ich wusste es ja schon immer, Motorradfahren macht glücklich :-). Nun ist es also auch wissenschaftlich belegt, wie Ihr bei Fembike nachlesen könnt:

Fembike: Macht Motorradfahren Frauen froh?

Und so ganz subjektiv?

Ja, klar, für mich gehört das Motorradfahren zu den intensivsten sinnlichen Erfahrungen. Und diese Intensität und Aufmerksamkeit, mit der man Motorrad fahrend auf dem Weg ist, löst, so meine ich, als solche ein Glücksgefühl aus. Jedenfalls ergeht es mir so.

Motorradfahren kann man nur, wenn man ganz bei der Sache ist, ganz im "Hier und Jetzt", wie es heute oft in aller Munde ist. Jede Bewegung des Motorrads machen wir mit, kontrolliert oder eben auch unkontrolliert. Fahrer/in und Motorrad werden wie "Eins", sei es in Harmonie, wie wir uns das wünschen, oder auch manchmal in Spannung und "Konflikt" - wir lernen ja nie aus -, auf jeden Fall offen, "wahrhaftig", wenn man so will; wir können es nicht verstecken, wie es um unsere Beziehung und unser Miteinander steht. Und je aufmerksamer wir als Fahrende für unser Motorrad sind, desto harmonischer wird unser Fahrerlebnis.

Doch nicht nur das Motorrad, auch die Umgebung braucht und bekommt unsere Aufmerksamkeit. Motorradfahren ist eine ganz wunderbare Achtsamkeitsübung. Motorrad fahrend sehen wir intensiv und horchen auf jedes Geräusch. Aber auch die anderen Sinne sind dabei. Wir schmecken zum Beispiel das Meersalz in der Luft. Anders als im rundumversiegelten Auto ("Dose", wie man als Motorradfahrer/in sagt), erreichen uns ganz unmittelbar und sofort die Gerüche der Umgebung. Ob Wald oder Wiesen, frisch gepflügte oder gerade abgeerntete Felder oder auch Misthaufen und Industriegerüche unserer modernen Zeit, wir haben sie sofort in unserer Nase. Windstille oder Sturm, Sonne oder Regen, Hitze oder Kälte, wir spüren sie, erleben sie.

Motorradfahren ist ein intensives Lebensgefühl, weit mehr als reine Fortbewegung. Motorradfahren ist pure Aufmerksamkeit und bewusstes Wahrnehmen in der Gegenwart. Und was Anderes ist Glück, als bewusst und intensiv mit allen Sinnen in der Gegenwart zu leben?

Ja, Motorradfahren macht glücklich.


Samstag, 18. Januar 2014

Vom Polarkreis auf die Lofoten

Vom Polarkreis machte ich mich auf in Richtung Nordwesten, nach Bodø, von wo aus ich dann mit der Fähre nach Moskenes/Lofoten übersetzen wollte.

War die Landschaft bei der Überquerung des Polarkreises noch sehr karg und baumlos gewesen, änderte sich das bald wieder und ich fuhr erneut durch eine reizvolle bewaldete Gebirgslandschaft. 

Die Wolken am Polarkreis hatten es schon angekündigt, nach kurzer Zeit fing es an zu regnen. Sobald es regnete kühlte es sich hier im Norden doch sehr rasch ab. Zum Glück aber hielt der Regen nicht lange an und Sonne und Fahrtwind ließen mich schnell wieder trocken und warm werden.

Wenig später erreichte ich die ersten Ausläufer der tief ins Land reichenden Fjorde und je näher ich Bodø kam, desto dichter war die Region besiedelt. Dennoch, kein Vergleich zu meiner Heimat, wo es schon schwer ist, noch ein Stück Natur und Stille zu finden. Norwegen hingegen... Wer Stille und Naturerleben sucht, wird hier sicher fündig werden.

Am Abend setzte ich schließlich mit der Fähre auf die Lofoten über, schlug mein Zelt auf und freute mich darauf, am nächsten Morgen schon auf den Lofoten aufzuwachen.


Samstag, 11. Januar 2014

Über den Polarkreis...

Norwegen ist groß. Wenn man nur die Karte sieht, meint man gar nicht, dass es so groß ist. Auf dem Weg nach Norden geht es also Kilometer um Kilometer weiter, zunächst noch durch etwas dichter besiedeltes Gebiet mit vielen Wiesen und Feldern, die sich mit Waldgebieten abwechseln. Doch zusehends werden die Felder und auch die Wiesen weniger, der Wald mehr... Nadelwald und dann auch immer mehr Birken, die Bäume werden kleiner, schließlich mehr Kleingewächse... der Polarkreis ist nah.

Ich genieße es, bei so wenig Verkehr über diese endlosen Straßen zu fahren, die doch nie langweilig werden. Die vielen Grüntöne, immer wieder Wasserläufe, die Gerüche der Natur... Wahre Liebkosungen für die Sinne. Was kann man sich mehr wünschen?

Bei 66 Grad 33 nördlicher Breite erreiche ich den Polarkreis. Von nun an geht es in arktischen Gefilden weiter und gäbe es den Golfstrom nicht, sähe es hier wohl noch ganz anders aus.


Es geht nordwärts (Gudbrandsdal, Dovrefjell...)

Der nächste Morgen begrüßte mich kalt und dann auch mit etwas Nieselregen, der aber zum Glück erst einsetzte, als ich das Zelt schon zusammengepackt hatte.

Es ging nordwärts - und zwar auf mehr oder weniger direktem Weg durch Ostnorwegen, denn mein Ziel war es, wenn möglich, zu den Vesterålen jenseits des Polarkreises hoch zu fahren, um dort Wale zu beobachten. Und das bedeutete bei einer zur Verfügung stehenden Gesamtzeit von ungefähr 2 1/2 Wochen, dass der - ebenfalls wunderschöne Südwesten Norwegens mit all seinen spektakulären Fjorden für mich auf dieser Tour außer Reichweite waren.

So ging es also durch das Gudbrandsdal zum Dovrefjell. Vor Jahren war ich hier bereits einmal im Mai gewesen. Damals lag Schnee, es war kalt und unwirtlich, aber dennoch von einer so kargen Schönheit, dass mir das Bild bis heute im Gedächtnis ist.

Diesmal begrüßte mich das Dovrefjell mit Regen. Ich habe keine Bilder mehr davon, denn ich musste noch unterwegs viele Aufnahmen löschen, weil ich schlicht keinen Speicher mehr auf meinen Karten hatte. An dieser Stelle also eine Empfehlung an alle, die eine Reise nach Norwegen planen: Nehmt genug Speicherkarten mit! Norwegen ist einfach sehr fotogen.

Es regnete heftig. Meine ursprüngliche Überlegung, in einem der Orte südlich des Dovrefjells zu übernachten, ließ ich fallen, weil ich bei dem Regen überhaupt keine Lust hatte, dort auch nur anzuhalten. Ich fuhr einfach weiter und hoffte, dass irgendwo der Regen aufhören würde. Und so geschah es.

Irgendwo mitten im Fjell wurde es heller am Hoirzont, dann hörte der Regen auf.

Ich hielt an und kramte erst einmal meine wärmende Isolierschicht für die Motorradklamotten aus der Gepäckrolle, die zum Glück dicht gehalten hatte. Auch die Kleidung selbst war dicht geblieben und so konnte ich nun ohne Probleme die Isolierschicht einziehen und bald fühlte ich mich trotz äußerlich immer noch tropfender Jacke und Hose innen wieder warm und konnte die Landschaft genießen.

Später fand ich einen Campingplatz, baute trocken mein Zelt auf... aber dann begann es erneut zu regnen und wollte kaum mehr aufhören. Hatte ich zunächst noch geplant, am nächsten Tag eine Moschusochsen-Safari im Dovrefjell zu machen, war daran schließlich kein Denken mehr, wenn ich nicht im aufgeweichten Boden versinken wollte.

So brach ich schließlich unverrichteter Dinge wieder auf und fuhr, dann wieder trocken, weiter nach Norden.

Hier Eindrücke aus dem Gudbrandsdal, dem Dovrefjell und von der weiteren Fahrt nach Norden:




Die erste Nacht in Norwegen

Nachdem ich in Göteborg "gelandet" war, hatte ich mich also gleich auf den Weg weiter nach Norden gemacht.

Es war deutlich kühler als im sommerlich heißen Deutschland und sollte noch weit kälter werden. Erst einmal gewöhnte ich mich an die etwas anderen Verkehrsverhältnisse in Skandinavien. Obwohl die Unterschiede nicht groß sind, gibt es eben doch an der einen oder anderen Stelle immer welche und seien es nur die etwas anders aussehenden Schilder, Straßenmarkierungen oder Ampelanlagen.

Ich fuhr erst einmal aus Göteborg raus und dann über die Hauptstrecke, weil ich voran kommen wollte, nach Norden, wo ich bald schon die Grenze nach Norwegen erreichte. Ich war überrascht, dass hier sogar kontrolliert wurde, wobei ich ohne angehalten zu werden durchfahren durfte.

Norwegen - und auch Schweden, soweit ich es mitbekommen habe - sind sehr Motorrad freundliche Länder, was ihr Mautsystem angeht. Meist heißt es für Motorradfahrer einfach nur durchfahren: 0 Kr. ! Das ist doch mal erfreulich.

In Norwegen kam ich dann rund um Oslo erst einmal in einen Stau. Feierabendverkehr. Aber auch den hatte ich bald hinter mir und fand - bereits wieder ein gutes Stück weiter nördlich - mit Hilfe des ADAC-Campingführers einen wunderschön am Wasser gelegenen Campingplatz, wo ich mein Zelt aufbaute:



Von Köln in Richtung Norwegen - Aufbruch

Ursprünglich hatte ich im letzten Jahr überlegt, im September auf Tour zu gehen, dann in Richtung Süden, Frankreich und/oder Spanien. Doch dann ergab es sich recht kurzfristig, dass ich bereits im August ein Zeitfenster von gut 2 1/2 Wochen hatte. Ich hatte - wie sollte es anders sein :-) - auch Lust, gleich los zu fahren. Die Frage war: Wohin? Frankreich im August, wenn dort Ferien sind? Ausgeschlossen. Irland kam mir in den Sinn. Oder Rumänien vielleicht... Aber da war die Anreise weit und ein bezahlbarer Platz im Autoreisezug nicht mehr zu bekommen. Norwegen. Natur pur. Ab nach Norden. Ich merkte, darauf hatte ich jetzt mehr Lust als auf irgendetwas sonst.

Nun ist Norwegen von Köln aus ja auch nicht gerade um die Ecke... Also schaute ich nach, wie es mit Fährmöglichkeiten aussah. Direkt nach Oslo war viel zu teuer, aber Kiel-Göteborg, das ging.

Und wie sah das Motorrad aus? Eine kleine Inspektion musste noch gemacht werden angesichts der zu erwartenden Strecke. Ach ja, und Reifen? OK, vorher noch Reifen wechseln... Anruf in der Werkstatt..., ja, das ging noch... zwei Tage später war alles gemacht. Perfekt. Es konnte losgehen.

So brach ich dann auf. Von Köln in Richtung Norwegen...


Dienstag, 7. Januar 2014

Irgendwo muss man anfangen...

Irgendwo muss man anfangen...

Da starte ich jetzt also meinen eigenen Blog. Wie kommt's?

Nun, ich fahre leidenschaftlich gern Motorrad. Und gereist bin ich auch immer schon gern. Also habe ich in den letzten Jahren begonnen, beides zu verbinden, und finde sehr viel Freude - und mehr - daran.

Manchmal sinniere ich über das Reisen, über das, was ich in der Ferne erlebe oder beobachte - bisher allerdings meist, wenn ich länger unterwegs war oder auch im Ausland gearbeitet habe und Freunde und Bekannte per E-Mail mit Rundbriefen "versorgt" habe. 

Im letzten August bin ich nun mit dem Motorrad nach Norwegen gefahren und habe erstmals auch Filmaufnahmen gemacht. Nachdem ich begonnen habe, meine Aufnahmen zu einer kleinen Video-Reiseberichtsreihe zu verarbeiten und diese bei YouTube einzustellen, erhalte ich zurzeit immer mehr Anfragen nach "mehr"; dazu Rückfragen zur Ausrüstung und zu verschiedenen Themen rund um die Tour. So habe ich mich nun also entschlossen, dieses "mehr" auch in eine Blog-Form zu bringen. Das eine oder andere Informative soll es hier geben, aber auch ein paar Gedanken und Anregungen, ja, und hoffentlich viel Schönes, das wer immer mag dann auch einfach genießen kann.

In diesem Sinne beginne ich nun also meinen Blog und vielleicht schauen wir gemeinsam, wohin er führt.

Motorradpilgerin